
Systemische Aufstellung
Dynamiken und Beziehungen im Außen sichtbar machen
Systemische Aufstellung ist ein Verfahren, bei dem die Mitglieder oder Anteile eines Systems aufgestellt und räumlich miteinander in Beziehung gesetzt werden. Dadurch kann der Einfluss, den sie aufeinander haben, visualisiert und bewusst gemacht werden. Dynamiken untereinander werden sichtbar. Je nach System, das näher betrachtet werden soll, gibt es z.B. Familienaufstellungen, Organisationsaufstellungen, Aufstellungen von Konflikten oder zu aktuellen Lebensfragen.
Zusammenhänge innerhalb des Systems werden visualisiert und wiederkehrende Muster und Beziehungskonstellationen transparent gemacht.
Dies geschieht u.a. durch Perspektivenwechsel und über die Art und Weise, wie die Beteiligten räumlich und in Beziehung zu den anderen aufgestellt sind.
Aufstellungen können mit echten Personen durchgeführt werden, die jeweils als Stellvertreter ein beteiligtes Mitglied verkörpern oder auch mit Hilfe von Figuren oder Symbolen die entsprechend positioniert werden. Auch wenn die einzelnen Mitglieder durch Personen verkörpert werden, handelt es sich dabei nicht um ein Rollenspiel sondern Gefühle und Verhaltensweisen, werden im Sinne der repräsentativen Wahrnehmung sichtbar.
Wer sich in einer Aufstellung als Stellvertreter zur Verfügung stellt, nimmt etwas wahr, spürt es innerlich oder weiß auf einmal etwas, das nicht von ihm selber kommt und nicht zu ihm selbst gehört. Es gehört vielmehr zu der Person, Sache oder Abstraktion, die gerade vertreten wird. Das heißt, die Stellvertreter erleben oft an ihren Plätzen Gefühle und körperliche Empfindungen.
(Eine Theorie, die im Zusammenhang mit dem Phänomen der repräsentativen Wahrnehmung genannt wird, ist die von dem britischen Biologen Rupert Sheldrake. Er entwickelte die Theorie der morphogenetischen Felder. Dabei handelt es sich, wie bei elektromagnetischen Feldern, um solche, die eine gewisse Struktur und Ordnung besitzen, raum- und zeitübergreifend sind und so eine Art kumulatives Gedächtnis darstellen. Diese Annahme, dass morphische Felder ein Gedächtnis haben, ist auch von dem Tiefenpsychologen C. G. Jung geprägt, durch die Idee des kollektiven Unbewussten.
Alles aus Vergangenheit und Gegenwart ist im Morphischen Feld gespreichert und kann abgerufen werden. Emotionsbesetzte Strukturen können besser abgerufen werden, da sie eine höhere Speicherintensität aufweisen. Auch unser Gehirn und Körperfeld merkt sich mehr, was uns emotional belastet oder berührt hat.
Mögliche Themen für eine Aufstellungsarbeit können sein:
Familie (Eltern können auch stellvertretend für ihre Kinder eine Familienaufstellung machen)
Partnerschaft
Krankheit als Weg
Organisationsaufstellung
Konfliktaufstellung
Aufstellung zu Lebensfragen und Entscheidungen
Aufstellung von Rollenkonflikten